Das Institut

Das Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Theorie der Biographie wurde 2005 von der Ludwig Boltzmann Gesellschaft in Kooperation mit der Universität Wien, der Österreichischen Nationalbibliothek, dem Jüdischen Museum Wien und der Thomas Bernhard Privatstiftung gegründet. Vier Jahre später konnten das Deutsche Literaturarchiv Marbach und das Frankfurter Goethe-Haus / Freies Deutsches Hochstift als Partner hinzugewonnen werden. Nach der erfolgreichen Evaluierung im Jahr 2012 nahm das Institut in Kooperation mit der Universität Wien, der Österreichischen Nationalbibliothek, der Wienbibliothek und Bixa TechnoConsulting neue Programmlinien auf. 2015 wurde das Department of German and Dutch der Universität Cambridge ein weiterer Kooperationspartner. Im März desselben Jahres wurde das Institut erneut erfolgreich evaluiert.

Das Institut ist im interdisziplinären Forschungsfeld des Life writing tätig und verbindet in seinen breitgefächerten Programmlinien Archivarbeit, Historiographie, literaturwissen-schaftliche Forschungen sowie Digital Humanities.  

Ein internationales Forscher/innen-Team arbeitet zu biographietheoretischen Themen, reflektiert geschichtliche Aspekte des Life writing und verfasst wissenschaftliche Biographien. Vertreter/innen der Österreichischen Moderne, so Leopold von Andrian, Hugo von Hofmannsthal und Eugenie Schwarzwald, standen neben Thomas Bernhard, Ernst Jandl und Mira Lobe im Forschungsfokus früherer Arbeiten.

Die Auseinandersetzung mit der Österreichischen Moderne wird mit einer Ausstellung zum Jungen Wien und einer Arthur-Schnitzler-Biographie fortgesetzt. Weitere biographische Projekte zu Ernst Jandl, Karl Kraus, Arthur Koestler und Oskar Pastior wurden festgelegt. Die Entwicklung virtueller Biographien soll einen wichtigen Beitrag zu den Digital Humanities liefern.

Die Forschungsergebnisse des Instituts werden durch Publikationen, Symposien und Ausstellungen der Öffentlichkeit laufend mitgeteilt sowie den Studierenden der österreichischen Universitäten und darüber hinaus in zahlreichen Vorträgen und Lehrveranstaltungen präsentiert. 2012 wurde eine jährlich stattfindende Ludwig Boltzmann Lecture an der Universität Cambridge ins Leben gerufen.

 

Zu den Publikationen des Instituts

Symposien

Der 'Neue Mensch' und das politische Imaginäre in Mitteleuropa 1918/1919: Philosophie, Humanwissenschaften, Literatur
Tradition in der Wiener Moderne
Ungarn 1919: Die Verlockung des Kommunismus
IABA Europe 2013: Beyond the Subject - New Developments in Life Writing
Spiegel und Maske: Konstruktionen biographischer Wahrheit
Inside Stories: Film und Biographie
Biographie als kulturwissenschaftliches Paradigma
Biographie und Religion

Ausstellungen

Thomas Bernhard (2009, Österreichisches Theatermuseum)
Ernst Jandl (2010, Wien Museum)
Mira Lobe und Susi Weigel (2014/2015 Wien Museum)


 

 

Kontakt

Ludwig Boltzmann Institut
für Geschichte und Theorie der Biographie

Porzellangasse 4/1/17
1090 Wien
Österreich

Tel.: +43 1 4277 43099
Email: office@gtb.lbg.ac.at

5. Dezember 2017, 19:00 Uhr
Präsentation "Karl Kraus Online - Rechtsakten und Falschzitate"

Wienbibliothek im Rathaus

Eintritt frei.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung

International Conference on Biography in Britain and Germany: Comparing Theories and Practices

Von 14.-16. Juni 2017 richtete das Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Theorie der Biographie gemeinsam mit der Queen Mary University of London, dem Internationalen Kolleg Morphomata der Universität Köln, dem Austrian Cultural Forum, dem Goethe Institut London und der University of Notre Dame eine Konferenz zum Thema Biography in Britain and Germany: Comparing Theories and Practices aus.

Konferenzprogramm

NEUERSCHEINUNG: Edward Saunders: Arthur Koestler

London: Reaktion Books, 2017.

Verlagsankündigung

 

Life Writing in der Romania

Am 11. Mai 2017 richtete das Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Theorie der Biographie gemeinsam mit dem Romanistik-Institut der Universität Wien eine Konferenz zum Thema 'Life Writing in der Romania' aus.

Ort: Romanistik, Campus AAKH,

Konferenzprogramm

Symposium Der „neue Mensch“ und das politische Imaginäre in Mitteleuropa 1918/1919

Universität Wien, Campus AKH, Alte Aula

Die interdisziplinäre Tagung untersuchte den „neuen Menschen“ als zentrales Motiv eines auf die historischen Ereignisse reagierenden, sich in Form von wissenschaftlicher Theoriebildung, gesellschaftstechnischen Entwürfen, literarischen Figurationen, politischen Experimenten u.a. manifestierenden Imaginationsprozesses.